FeLV (Felines Leukämie Virus)

 

Die Katzenleukämie ist eine Erkrankung der Katze, die durch das Feline Leukämievirus (FeLV) hervorgerufen wird. Sie ist die bei Katzen am häufigs­ten auftretende schwere Infektionskrankheit und sie ist derzeit nicht heilbar. Die Leukose kann durch infizierte Katzen übertragen werden, bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist. Sie wird übertragen durch Körperflüssigkeiten wie z.B. Blut, Speichel, durch den Geschlechtsakt, sowie durch Gegenstände, die mit den Retroviren kontaminiert sind. Die Inkubationszeit ist variabel und kann Monate oder gar Jahre betragen. Bereits erkrankte Katzen können noch Monate oder Jahre leben.

 

Die Symptome der Katzenleukämie sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von Blut im Kot, Appetitlosigkeit und Durchfall über geschwollene Lymph­knoten, Atembeschwerden und starkem Durst bis hin zur Entwicklung von bösartigen Tumoren (Krebs) und einem veränderten Blutbild sowie der Schwächung des körpereigenen Immunsystems der Katze. Es gibt auch Sonderformen, wie etwa die Darmleukose.

 

Um die Katzenleukose zu diagnostizieren kann man verschiedene Bluttests verwenden - den ELISA Test (Enzyme Linked Immunosorbent Assay), den PCR-Test oder den IFA Test. Während der ELISA- und der IFA-Test das Anti­gen nachweisen, ist der PCR-Test der direkte Erregernachweis.

 

Der serologische ELISA Bluttest kann die Infektion im Frühstadium der Vi­reninfektion anzeigen, wenn der Virus noch nicht die Knochen der Katze an­gegriffen hat und die erkrankte Katze noch genügend eigene Abwehrkräfte hat, um den Virus selbst zu bekämpfen. Auch die zweite Stufe der Infektion kann durch den ELISA-Test nachgewiesen werden. Eine weitere Form der ELISA-Testmethode ermöglicht den Nachweis des FeLV-Leukämie-Virus in Speichel und Tränenflüssigkeit.

 

Der IFA-Bluttest hingegen dient dazu, den Virus im zweiten Stadium der In­fektion nachzuweisen, wenn der Virus bereits die Knochen der Katze ange­griffen hat. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Beseitigung des Virus aus dem Körper und eine Heilung der infizierten Katze nicht mehr möglich.

 

Beide Tests können unterschiedliche Ergebnisse liefern und selbst bei Wie­derholung der Katzenleukose-Tests können die Test-Resultate voneinander abweichen. Keiner der derzeit existierenden Tests bietet eine 100% Sicher­heit, dass eine negativ getestete Katze tatsächlich nicht infiziert ist, denn in seltenen Fällen kommt es zu sogenannten latenten Infektionen. Hierbei nistet sich das Virus im Körper ein, vermehrt sich jedoch nicht und ist auch im Blut nicht nachweisbar. Solche Tiere sind im FeLV-Test negativ. Sie sind auch meist keine Virus-Überträger, aber es kann bei Schwächung der körpereigenen Abwehr (durch Stress oder Krankheit) jederzeit zu einem Eindringen der Viren in das Blut und damit zum Ausbruch der Infektion kommen.

 

Bildquelle: fotolia.com

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